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Die Brücke zwischen Projekten & IT-Assets – Mit GLPI alle IT-Ressourcen gezielt einsetzen und verwalten

von Mirko Morandini, Senior Consultant GLPI bei Würth Phoenix

GLPI, ein Open-Source-Tool mit französischen Wurzeln, ist eine äußerst beliebte und vielseitige Lösung für das IT-Management. Ursprünglich als „Gestionnaire Libre de Parc Informatique“ bekannt, liegt der Schwerpunkt von GLPI auf dem effizienten Management von IT-Assets. Doch GLPI hat im Laufe der Zeit sein Anwendungsspektrum hin zu einer kompletten Service-Management-Suite erweitert. Neben dem Asset-Management bietet GLPI jetzt auch ein umfassendes Ticketing-System, Change Management, Vertragsverwaltung und eine detaillierte Inventarisierung von Rechenzentren und Serverräumen.

Das „Assistance“-Modul für den Helpdesk

Der Assistance-Teil von GLPI beinhaltet beispielsweise die ITIL-konformen „Ticketing“-Funktionalitäten. Kunden haben die Möglichkeit, per E-Mail oder über eine vereinfachte Web-Oberfläche Serviceanfragen und Störungsmeldungen einzureichen. Dabei kann die passende Ticket-Kategorie wie beispielsweise „Persönlicher Arbeitsplatz“, „Drucken“ oder eine Geschäftsanwendung ausgewählt werden. Anschließend werden die Tickets automatisch einem entsprechenden Agenten-Team oder einem einzelnen Techniker zugewiesen. Des Weiteren lassen sich diese Tickets in Unteraufgaben unterteilen und in Kalendern planen. Zusätzlich verfügt GLPI über ein integriertes Knowledge Base-System, mit dem Artikel an die Ticket-Anforderer gesendet und neue Artikel erstellt werden können. Zudem können im Self-Service-Bereich FAQs veröffentlicht werden.

Übersichtliche Dashboard-Ansicht in mit Reporting

Problem & Change Management

GLPI bietet außerdem Möglichkeiten für Problem Management und Change Management. Interne Aktivitäten von IT Operations und Application Teams können mithilfe eines Kalenders und vordefinierter Prozesse aufgezeichnet und geplant werden. Dadurch können Probleme identifiziert und wiederkehrende Probleme gelöst sowie Störungen vermieden werden. Änderungen, die kritische Modifikationen in der Infrastruktur oder einer Anwendung darstellen, werden in GLPI dabei mit Genehmigungen und interner Korrespondenz protokolliert und mit den betroffenen Assets und relevanten Tickets verknüpft.

Auch das Lieferantenmanagement wird in GLPI berücksichtigt. Daten über Lieferanten und externe Berater können gesammelt und verwaltet werden, wobei sogar die Möglichkeit zum Import aus einer Datei gegeben ist. Diese Daten lassen sich leicht durchsuchen und exportieren, ähnlich wie andere Listen von Assets oder Tickets.

Strukturiertes Ticket-Management mit neuer GUI

Das Self-Service-Portal

Weitere Funktionen umfassen Reservierungen, um ein Self-Service-Portal für die Buchung von IT-Ausrüstung wie Laptops oder Projektoren einzurichten, sowie das Rechenzentrum-Management, welches seit Version 9.3 Teil von GLPI ist. Hier können Rechenzentren an verschiedenen Standorten definiert und verwaltet werden, inklusive einer grafischen Darstellung der Racks mit Platzierung verschiedener Geräte wie Server, Netzwerkgeräte und Stromverteilung. GLPI beinhaltet zudem Projektmanagement-Funktionen, die Assets, Tickets, Change Requests, Kollegen und Lieferanten miteinander verknüpfen.

Das Self-Service-Portal mit Inventarübersicht

Lizenzmodelle und Integration:

GLPI wird unter der GNU General Public License (GPL) veröffentlicht, wodurch die Software kostenlos und quelloffen ist. Unternehmen können sie frei verwenden, ändern und weitergeben. Darüber hinaus gibt es über die GLPI-Partner mit den GLPI-Network-Paketen von Teclib‘ kostenpflichtige Maintenance- und Bug-Fixing-Services, zusätzliche Module sowie effiziente Cloud-Lösungen. Die Partner garantieren dabei die professionelle Unterstützung und Beratung bei der Implementierung, Konfiguration und Wartung von GLPI. Dadurch können Unternehmen sicherstellen, dass sie das Beste aus der Software herausholen und eventuelle Probleme schnell gelöst werden.

Integration in Monitoringlösungen:

Die nahtlose Integration von GLPI in ganzheitliche Monitoringlösungen (wir setzen hierfür in unseren Projekten auf die Monitoring-Suite von NetEye) ermöglicht es, ihre IT-Infrastruktur effektiv zu überwachen und potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen. Dabei spielen auch Observability und Threat Intelligence eine bedeutende Rolle. Im Folgenden sind einige wichtige Integrationsmöglichkeiten aufgeführt:

  • Event Handling: Die Kombination von GLPI mit Event-Handling-Systemen ermöglicht eine automatische Reaktion auf bestimmte Ereignisse. Wenn beispielsweise ein kritischer Alarm ausgelöst wird, kann GLPI automatisch ein entsprechendes Ticket erstellen, damit die diensthabenden IT-Mitarbeiter gezielt erforderliche Maßnahmen einleiten können. Die IT-Abteilung kann somit schnell und effizient auf wichtige Ereignisse reagieren.
  • Server- und Software-Monitoring: Durch die Integration mit Server- und Software-Monitoring-Tools erhält GLPI-Informationen über die Leistung und den Zustand von Servern und Software-Anwendungen. Administratoren können die gesammelten Daten nutzen, um Engpässe oder potenzielle Sicherheitsprobleme frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.
  • Netzwerk Traffic Monitoring: Die Verbindung von GLPI mit Netzwerk-Monitoring-Tools ermöglicht eine Echtzeit-Überwachung des Datenverkehrs. Netzwerkstörungen oder ungewöhnliche Aktivitäten können so schnell identifiziert und behoben werden, um die Netzwerksicherheit zu gewährleisten.
  • SIEM (Security Information and Event Management): Die Integration von GLPI mit SIEM-Lösungen verbessert die Sicherheitsüberwachung weiter. Durch die Kombination von GLPI mit SIEM können Sicherheitsereignisse zentralisiert analysiert und korreliert werden, um potenzielle Sicherheitsverletzungen frühzeitig zu erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
  • Betrieb als SOC (Security Operations Center): Die Implementierung eines SOC wird durch die Integration aller genannten Monitoringlösungen unterstützt. Ein SOC bietet eine umfassende Überwachung, Analyse und Reaktion auf Sicherheitsvorfälle in Echtzeit. GLPI fungiert hier als zentrale Plattform, die alle relevanten Informationen für das SOC bereitstellt und die Effizienz der Sicherheitsüberwachung erhöht.

Insgesamt bietet GLPI eine umfangreiche Funktionalität für das IT-Asset Management, Inventory und das Ticketing. Die nahtlose Integration in eine ganzheitliche Monitoringlösung ermöglicht es Unternehmen darüber hinaus, ihre IT-Infrastruktur optimal zu verwalten und die Sicherheit ihrer Systeme zu erhöhen. Als Open-Source-Projekt hat GLPI eine breite Community von Unterstützern, die kontinuierlich neue Funktionen und Erweiterungen entwickeln. Hauptantriebskraft ist dabei seit vielen Jahren das Pariser Unternehmen Teclib‘, das für den deutschen Markt sehr eng mit Gold-Partner Würth-Phoenix und Gravitate zusammenarbeitet, um Maintenance- und Cloud-Dienstleistungen für GLPI anzubieten. Unternehmen können von der Expertise und Unterstützung durch Gravitate und Würth Phoenix profitieren, um das volle Potenzial von GLPI für ihre IT-Infrastruktur zu nutzen und den Erfolg ihrer Geschäftsprozesse zu gewährleisten.

Mirko Morandini

Dr. Mirko Morandini ist ein erfahrener Senior Consultant für Enterprise Service Management und IT Asset Management bei Würth Phoenix. Mit fundiertem Fachwissen und langjähriger Erfahrung unterstützt er Kunden dabei, die umfassende GLPI-Lösung optimal zu nutzen und ihre IT-Effizienz zu steigern. Seine Expertise ermöglicht es Unternehmen, GLPI in ihre IT-Umgebung zu integrieren und maßgeschneiderte Lösungen für effizientes Service Management und präzises Asset Management zu implementieren.

Für Fragen und Erstgespräche kontaktieren Sie uns gerne!

 

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